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Ausstellungsdauer 22. August – 17. Oktober 2020

ARTISTS AFTER
EIGHTY _ CONTINUES

 

GERHARD FRÖMEL

GERT RIEL


Vernissage:

Sa. 22. August 16.00 Uhr

So. 23. August 11.00 – 14.00 Uhr

 

GERHARD FRÖMEL 

Illusionsräume aus konstruktiven geometrischen Formen kennzeichnen das Werk von Gerhard Frömel. Seine Objekte oszillieren zwischen Bild und Relief. Es sind ‚offene‘ plastische Arbeiten auf zwei Ebenen. Von einem bestimmten Standort aus, zeigt sich ein zweidimensionales Bild, aus anderen Blickwinkeln scheinen sie sich zu verschieben und werden zu drei- dimensionalen, räumlichen Konstruktionen. Gerhard Frömel äußerte in einem Interview: „In meiner Kunst geht es mir um Bewegung. Und es ist eine erfreuliche Erfahrung, Betrachter vor meinen Werken zu beobachten. Ich bringe sie in Bewegung. Sie ‚entdecken‘ voller Staunen meine Arbeiten – gehen einige Schritte links oder rechts, vor oder zurück oder in die Hocke. Meine Arbeiten sensibilisieren ihre Wahrnehmung.“ Die meisten der ausgestellten Arbeiten sind alle dieses Jahr entstanden und zeigen neue, ja neuartige Bild- findungen des Künstlers. Mit welchen Mitteln Gerhard Frömel diese Wechselspiel unterschiedlicher Wahrnehmungen seiner Bildobjekte erzielt, wird offensichtlich, wenn der Betrachter bereit ist, sich länger damit zu beschäftigen. Ein Zitat von C. Schlingensief unterstreicht, was auf Frömels Kunstschaffen durchwegs zutrifft: „Kunst wird erst dann interessant, wenn wir vor irgendetwas stehen, das wir nicht gleich restlos erklären können.

GERT RIEL

Von Gert Riel zeigen wir Arbeiten aus den Werkgruppen ‚Flächenspannungen‘ und ‚Wolken‘. Seine Aluminiumreliefs versprechen eine Vielzahl von Sehmöglichkeiten. Über sein Werk sagt der Künstler: „Mein Anliegen ist, den Begriff „Spannung“ in Form und Materie sichtbar zu machen. Die Arbeiten gehen aus von geraden, rechteckigen Stahlflächen, von de- nen manche in der Mitte abgewinkelt sind. Durch Kräfte – starken Druck, starken Zug – werden diese Bleche gerundet. (...) Gebogen werden die Arbeiten nicht mit Hitze, sondern eben durch Spannung, die dann auch drin bleibt in der Skulptur. Das ist wie eine Feder, so ein Zustand lässt sich anders nicht herstel- len. Der Betrachter spürt diese Spannung, wenn er davor steht.“ In seiner Serie „Wolken“ zielt Gert Riel neben der Flächenspannung mehr auf die Wirkung des Materials selber ab. In den letzten Jahren hat er ein breites Spektrum gestalterischer Möglichkeiten entwickelt, die er unterschiedlich kombiniert: Aluminium matt gebürstet oder hochglänzend, die Formgebung konvex oder konkav, die Farbwahl schwarz/weiß, farbig gedeckt bis leuchtend. Gert Riels Bildobjekte und Plastiken bieten dem Betrachter ein breites Spektrum an Formen und Farben, die durch das Verändern des Blickwinkels ein ständig neues Spiel von Licht und Farbe zeigt und immer wieder Neues entdecken lässt.

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